Leistungen  »  SprungBRETT in Ausbildung und Arbeit

1. Betriebliche Maßnahmen

Das Ziel aller betrieblichen Maßnahmen ist die langfristige Integration schwerhöriger und tauber Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Unter Beachtung des Wunsch- und Wahlrechtes sowie der Stärkung von Selbstbestimmung können sich hörgeschädigte Menschen beruflich orientieren und qualifizieren. Das Angebot erfolgt individuell und wohnortnah.

Die nachfolgend aufgeführten Leistungen können ausschließlich über das Persönliche Budget eingekauft werden. Ausführliche Informationen zum Persönlichen Budget finden Sie unter http://www.bmas.de/DE/Themen/Teilhabe-Inklusion/Persoenliches-Budget/persoenliches-budget.html.


Diagramm


a) Betriebsintegrierte Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB)
  • Ziel: Herstellen der Ausbildungsreife, Übergang in Ausbildung oder Arbeit
  • Zielgruppe: hörgeschädigte junge Menschen mit fehlender Ausbildungsreife und/oder fehlender beruflicher Orientierung
  • Dauer: 11 Monate / Vollzeitmaßnahme
  • Ablauf: 5 Tage/Woche
    • 3 Tage Praktikum im Betrieb inkl. Jobcoaching
    • 1 Tag Berufsschule
    • 1 Tag individueller Förderunterricht bei der Sinneswandel gGmbH
Die Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken und Fähigkeiten, das Kennenlernen unterschiedlicher Berufsfelder sowie die Wissensvermittlung ausbildungs- und arbeitsmarktrelevanter Inhalte stehen im Mittelpunkt der Maßnahme. Alle Inhalte entsprechen den Anforderungen des Fachkonzepts zur berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme (BvB) der Agentur für Arbeit (gem. §§ 51 ff SGB III).


b) Unterstützte Beschäftigung (UB)
  • Ziel: Übergang in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis
  • Zielgruppe: hörgeschädigte Menschen mit einem besonders hohen Unterstützungsbedarf, aber ohne den Bedarf des besonderen Angebots der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
  • Dauer: bis zu 24 Monate (bei Bedarf Berufsbegleitung im Anschluss)
  • Ablauf: 5 Tage/Woche
    • 4 Tage fachpraktische Qualifizierung im Betrieb inkl. Jobcoaching
    • 1 Projekttag bei der Sinneswandel gGmbH
    • Individuelle Bildungsangebote
Entsprechend der Fähigkeiten und Neigungen der Teilnehmenden wird nach dem Grundsatz „erst platzieren, dann qualifizieren“ das Passungsverhältnis zu einer individuellen Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geprüft und hergestellt. Insbesondere durch „Training on the Job“ können die Menschen ihr Potential an einem möglichen Arbeitsplatz entfalten. Neue, so genannte Nischenarbeitsplätze entstehen. Alle Inhalte entsprechen den Anforderungen des Fachkonzepts zur Maßnahme Unterstützte Beschäftigung (UB)/individuelle betriebliche Qualifizierung (inbeQ) der Agentur für Arbeit (gem. § 38a SGB IX).


c) Begleitete betriebliche Ausbildung (bbA)
  • Ziel: Sicherung des Ausbildungsverhältnisses und erfolgreicher Ausbildungsabschluss
  • Zielgruppe: hörgeschädigte Menschen, die für eine betriebliche Ausbildung geeignet sind oder sich in einer betrieblichen Ausbildung befinden
  • Dauer: gesamte Ausbildungszeitzeit (bei Bedarf bis zu 6 Monate Vorbereitung und Nachbereitung eines Ausbildungsverhältnisses)
Die Maßnahme umfasst neben regelmäßigem Förderunterricht und Bildungsbegleitung auch die Beratung der Teilnehmenden, der Ausbildungsbetriebe sowie der Berufsschulen. Ergänzende Workshops und Schulungen dienen zur Vorbereitung auf das Arbeitsleben als hörgeschädigte/r Arbeitnehmer/in. Alle Inhalte entsprechen den Anforderungen des Fachkonzepts zur begleiteten beruflichen Ausbildung (bbA) der Agentur für Arbeit (gem. § 117 Abs. 1 Nr. 1b SGB III).


Alle betrieblichen Maßnahmen können auf den Bedarf von Usher-Betroffenen ausgerichtet werden.


2. Schulergänzende Leistungen

Mit Hilfe von schulergänzenden Leistungen können hörgeschädigte Menschen gleichberechtigt am Unterricht an beruflichen Schulen teilhaben. Der Unterricht wird entsprechend des individuellen Kommunikationsbedarfs der Schüler/innen durch pädagogische Kommunikationsassistenz oder Gebärdensprachdolmetscher/innen begleitet. Ergänzend steht eine sozialpädagogische Begleitung (Bildungsbegleitung) zur Seite. Sowohl die Schüler/innen als auch die beruflichen Schulen und Praktikumsbetriebe werden hinsichtlich der schulischen und betrieblichen Integration und Förderung unterstützt.

Die o.g. Leistungen beziehen sich derzeit auf folgende vollschulischen Lehrgänge:

a) Berufsqualifizierender Lehrgang BQL
  • Ziel: Erwerb oder Verbesserung eines Schulabschlusses (einfache oder erweiterte Berufsbildungsreife, Mittlerer Schulabschluss) und Erlangen erster beruflicher Grundkenntnisse in einem Berufsfeld
  • Zielgruppe: Schulabgänger/innen, welche die allgemeine Schulpflicht erfüllt haben

b) Schulische Ausbildung
  • Ziel: erfolgreicher Ausbildungsabschluss (ggf. Erwerb eines höheren Schulabschlusses)
  • Zielgruppe: angehende Auszubildende einer schulischen Ausbildung

Berufsqualifizierende Lehrgänge und schulische Ausbildungen haben einen Umfang von bis zu 36 Wochenstunden. Entsprechend der Rahmenstundentafel der Berliner Sonderpädagogikverordnung können Sonderpädagogen der Ernst-Adolf-Eschke-Berufsschule (Ambulanzlehrer) bis zu 12 Stunden integrativ den Unterricht an staatlichen Berufsschulen begleiten. Die Sinneswandel gGmbH kann die weiteren Unterrichtsstunden des Bildungsgangs (bis zu 24 Stunden/Woche) durch pädagogische Kommunikationsassistenz oder Gebärdensprachdolmetscher/innen absichern. Die Begleitung des Unterrichts an staatlichen Ersatzschulen für berufliche Bildung durch die Sinneswandel gGmbH ist im Einzelfall zu prüfen.


Wenn Sie sich für eines der Angebote interessieren, können Sie sich zu einem unverbindlichen und kostenlosen Erstgespräch anmelden.


» Leistungsbeschreibung als pdf zum Download


Hier unsere Kontaktmöglichkeiten:

Kontakt:
Sinneswandel gGmbH
SprungBRETT in Ausbildung und Arbeit
Reginhardstr. 34
13409 Berlin
» Link zu Stadtplan
Tel: 030 25 89 87 65
Fax: 030 40 04 79 80
E-Mail: sprungbrett@sinneswandel-berlin.de
E-Mail für Praktikumsbewerbung: praktikum@sinneswandel-berlin.de

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